Ruhetag 05.08.2019 nur 15 km

Heute ist schon Tag 18 meiner Reise. Unfassbar – die Zeit vergeht.

Am heutigen Tag waren ein paar organisatorische Dinge zu erledigen. In Anbetracht der Tatsache, dass mein Datenvolumen (5GB) schon fast aufgebraucht ist – wie kann es sein ? Ja klar: zu wenig offline Karten genutzt oder vergessen den Social pass beim Telefonanbieter zu aktivieren oder nicht ins WLAN eingewählt (was soll ich noch aufzählen?) – naja – denkt euch euren Teil, ich kann nur den Kopf über mich selbst schütteln. 🤪.

Zurück zum wesentlichen. Dank der Tatsache einen Tag bei Saskia und Steffen in Buchholz zu verbringen, nutze ich das schnelle Internet um Camping und Pensionen zu recherchieren.

Nach Angaben diverser Applicationen sagt man mir: ca. 250 km nach St.Peter-Ording (das hab ich jetzt mal kurzerhand zum Ziel am Freitag erklärt). Wenn alles klappt bin ich morgen in Krautsand. Als weitere Etappen sind dann da noch Friedrichskoog und Büsum. Inwieweit es realistisch ist. Wir werden sehen. Pläne sind ja such dazu da um geändert zu werden.

Meine Wäsche ist auch gewaschen – endlich wieder🤪.

Die Wohngegend hier in Buchholz ist quasi märchenhaft: Märchenstr. , Feenring, Einhornstr. – so ist es hier wirklich.

Bärlauchweg, Goldnesselweg und Weiherweg hingegen …. eher weniger märchenhaft – eher rustikal – aber für mich trotzdem scheeeee.

Ganz aufs Radl verzichtet habe ich heute nicht. Einiges musste mal kurz besorgt werden: Windweste (hab ich reduziert bekommen), Brille mit Wechselglas (braucht man hier oben doch Markus – jede Menge Wind), Kettenöl – am Rad musste die ein oder andere Schraube nachgezogen werden.

Und in Anbetracht der hohen Ausgaben ist mehr Camping angesagt diese Woche. Daher noch ein warmer Schlafsack. Mein Hüttenschlafsack ist hier oben ungeeignet.

Nach Besorgung von Lebensmitteln gab es ein zweites Frühstück (Kuchen).

Am Nachmittag hab ich noch gebadet und meine Muskeln mal entspannt.

Saskia und ich sind zur Elbphilharmonie nach Hamburg – interessantes Gebäude. Bummeln in HH-City und Speicherstadt und noch Pizza . Scheeee wars.

Jetzt ist noch packen angesagt. Und morgen geht es dann weiter.

Grüße

Dany

Etappe 13: Nienburg – Buchholz (Nordheide) 04.08.2019 / 65 km – 741 km gesamt

Wie gut war diese Nacht. Was ein Wein, eine oder zwei Duschen so ausmacht.

Ich finde es beeindruckend, wie man die Dinge zu schätzen lernt, wenn diese einem nicht dauerhaft und unbegrenzt zur Verfügung stehen (wie zum Beispiel: 8 min heiss duschen).

Heute morgen habe ich es ruhig angehen lassen. Nach dem Duschen zum Frühstück gegen 8 Uhr. Dafür 1 1/2 Stunden. Was man nicht alles essen kann….

Das Buffet bot mir eine Auswahl an kulinarischen Highlights – im Gegensatz -gestern zur Nutellasemmel am Bahnhof, von diversen Eierspeisen, Müslis, Käsesorten, Kaffee, Tee (alles kann ich nicht aufzählen – ihr habt sicherlich eine wage Vorstellung).

Nach dem Frühstück ging es in Nienburg heiter los über Drakenburg, entlang der Schleusen – große Transportschiffe sind hier durch – Sebbenhausen – Schweringen.

Nach dem Palaver mit Pot in Schweringen habe ich dann doch mal eine Weserfähre genommen – womöglich hätt ich sonst was verpasst. Für 2,00 Euro kann man inkl. Rad übersetzen.

Weiter ging es über Gandesbergen – Eystrup nach Hoya. Nach 20 minütiger Kaffeepause ging es links der Weser durch Wiesen, Felder und Windpark Hilgermissen weiter. Einen super schönen Stopp hab ich noch ich Oiste eingelegt. Dort hab ich auch zufällig die Hanna wieder getroffen. Sehr nett.

Nach 60 km kam ich dann in Verden und der ursprüngliche Plan war nach Rotenburg weiterzuradeln (25 km), aber die Lust war um 16:30 nicht mehr allzu groß. Daher habe ich kurzfristig entschieden schon von Verden aus nach Buchholz zu queren.

Jetzt sitze ich entspannt auf ein Bier (alkoholfrei und isotonisch) im Restaurant und werde gegen 20:30 Uhr zu Saskia und Steffen aufbrechen .

Ein langer Tag. Zeit für den Ruhetag.

Ist viel zu organisieren – Anbauteile erneuern (Ständer, Getränkehalter), Windbrille und Windweste kaufen und nach HH zum Sightseeingtour.

Also nicht wirklich Erholung 😜.

Stimmungslage:gut bis hervorragend

Pfeifend geradelt …..

Bis morgen

Etappe 12: Vlotho (Sonnenwiese) – Nienburg 03.08.2019 / 66,6 km

Es ist schon Samstag – unfassbar, wie die Zeit rumgeht.

Heute morgen bin ich bei Nebel, Kälte (max. 12 grad) aufgewacht. In dem Hütchen war es dank Bettdecke (ja richtige Bettwäsche) einigermaßen warm. Aber das aufstehen um 7 Uhr war doch eine Überwindung. Die erste Strecke ging ein wenig schlecht beschildert nach Bad Oeynhausen. Von dort bin ich um 9:45 Uhr mit dem Zug nach Petershagen gestartet.

Das öffentliche Netz in NRW ist ganz gut, war unkompliziert. Somit habe ich bei dem shitwetter mal gute 30 km eingespart,

Mein touristisches Ziel heute war ca. 7 km von Petershagen – die LWL / Industriemuseum. Es ist eine tolle Glashütte. Der Glasturm aus dem Jahre 1826 ist noch in Betrieb. Hier zeigen Glasmacher die Kunst des Glasmachers. Über die Kunst des Glases kann man sich auch im Museum informieren. Wirklich einen Abstecher wert.

Eine power Waffel konnte ich mir heute morgen auch nicht entgehen lassen.

Eigentlich hatte ich vor zur Solarfähre nach Hävern zu fahren und das Storchennest und Museum zu sehen – allerdings falsch abgebogen. Gemerkt hab ich das dann beim Mittagessen (15 Uhr) in Buchholz. Zu empfehlen ist die Weserscheune direkt am Radweg.

Naja, das kann ich beim Rückweg aus Dänemark mit den Kindern machen…..

Die Störche habe ich auf der Wiese und Acker gesehen .

Die Fahrt ging weiter in Richtung Stolzenau, vorbei an Baggerseen (mal was anderes ….), Felder, der Weser, Alleen (auch mal anders). In Stolzensu kam ich aber leider zu spät zum Zug, daher nochmal radeln.

In Nienburg bin ich dann heute gegen 18:30 aufgeschlagen. Müde…..

Das Bundesland ist jetzt Niedersachsen.

An so Hoteltagen vermisse ich dann schon meine Familie. Aber das ist ok. Inzwischen berappel ich mich relativ schnell wieder.

Das Hotel liegt direkt ……an der Weser und ist – wie die Weser sonst auch – bei Rentnern aus allen Landen äußert beliebt. Nicht falsch verstehen, aber ein paar junge Leute wären nett – aber Camping hatte ich heut keine Lust. Naja demnächst wieder.

Das schöne am Hotel: man benötigt keine Duschmarke für 50 ct. und man hat länger als 3,5 min Warmwasser 🤪.

Schöne Grüße und dicke Umarmung an alle. Danke, dass ihr meinem Blog folgt.

Dany

Etappe 11: Hameln – Vlotho 02.08.2019 / 44,5 km – gesamt 609 km

Heute habe ich „ausgeschlafen“ bis 7:25 Uhr. Ich fand es herrlich dort in der Altstadtpension. Es war so schön niedlich und doch modern eingerichtet.

Die Frühstücksauswahl war für den Preis von 7,50 EUR wirklich gut. Ei, Brot, Semmeln, Käse, Wurst, Frischkäse, Tee….. alles da.

Um 9:30 Uhr (ziemlich spät für mich) bin ich in Richtung Rinteln aufgebrochen. Etwa 2 Stunden Fahrzeit. Und was soll ich jetzt sagen? Landschaftlich fängt es mich hier an der Weser zu langweilen an. Man sieht die Weser, die 100ste Brücke (Autobahn /Zug) die 20ste Fähre, das 200ste Feld (wahlweise Mais, Weizen, Kohl).

Nun, es ist halt so.

Angesichts der misslichen Lage, mich gestern verletzt zu haben, ist die Strecke für mich wirklich mühsam zu bestreiten. Demzufolge viele Stopps (Rinteln, Boxenstopp/Bänke).

In Rinteln hat mir ein reizendes Geschöpf dann mein Rad umgeworfen, auf das eines alten Herren – dessen Radständer ging kaputt und ich bemühte mich um Ersatz, der einzige Radladen dort hatte aber zu. Naja, hab ich ihm 17 EUR gegeben – hoffe das reicht für die Reparatur.

Dann ging es weiter über das „Umsonst und draußen“-Festivalgelände. Irrsinnig viele Menschen. Und ein Festival gegen „rechts“. Es gewittert hier aber gerade und es könnt sein, dass es geräumt werden muss.

Mein Campingplatz ist etwa 2 km von dort entfernt. Robert aus Hannover, meine kurzzeitige Fahrgemeinschaft (5 km – wirklich nicht mehr – hätte lustig werden können – der hatte noch Energie – war ja auch erst 2. Etappe von dem Guten) verabschiedete ich in Vlotho.

Habe dann um 15 Uhr mein Hüttchen bezogen und lasse es für heute ausklingen.

Wäsche, Schokolade, lesen, essen ….

Morgen könnt ich mal zum Wellness 🤪.

Das Festival hat angefangen – hört man bis hierher. Bin also irgendwie dabei.

Zu den Fotos:

An der Weser , an der Weser, an der Weser ….

Etappe 10: Höxter – Hameln 01.08.2019 / 70 km

Heute morgen bin ich schon sehr zeitig aufgestanden und habe schweren Herzens meine putzige Hütte am Weser Camping Höxter verlassen. Da war es wirklich schön und der Pausentag tat extrem gut. Ich habe viel gelesen und einfach ausgeruht.

Da ich früh schlafen war, ging es heute schon um 7:11 Uhr dort los in Richtung Hameln.

Leider bin ich nach 9 km beim anhalten gestürzt, da ich nicht aus dem Klickpedal kam.

Herrje das schmerzte. Ellenbogen , Knie und Pferdekuss am Oberschenkel (Tut noch ganz schön weh).

Nach kurzem Schock, verarzten und wieder aufräumen der Sachen, ging es weiter.

Die Strecke an der Weser ist wenig spektakulär und es geht immer schön flach dahin. Bis Bodenwerder ging es weiter, Geburtsstadt des Baron von Münchhausen.

Nach einem 2. Frühstück und Baumkuchen, netten Plausch mit dem „alte Herren-Stammtisch“ (erfahrene Radfahrer) bestritt ich die letzten 25 km nach Hameln.

Dort checkte ich schon um 15:30 Uhr in der Altstadt Pension ein. Ich ging gleich in die Altstadt und habe das Museum besichtigt.

Die Geschichte des Rattenfängers (Sage nach den Gebrüder Grimm) ist allgegenwärtig. Verschiedene Theorien herrschen, weshalb 130 Kinder im Jahre 1284 nicht in die Stadt zurückkamen – Seuchentheorie, Migrationstheorie, Tanzwutepedemie, Katastrophentheorie.

Ebenso wurde eine „James Bond“ Ausstellung dort gezeigt. Unter anderem gab es unter den original Requisiten alle Infos über die Bond-Filme. Sehr gut fand ich das.

Abendessen gab es im „Pfannekuchen“ – ja da gab es 30 verschiedene Pfannkuchen . Ich wählte herzhaft mit Lachs und Sauerrahm.

Und dann war der Tag schon wieder um….

Ach: und Fachwerk und Flüsse hab ich jetzt genug gesehen. Ich will and Meer🤪.

Hier die Bilder des Tages :

Ruhetag 31.07.2019

Heute morgen habe ich festgestellt, dass ich schon 12 Tage weg bin. Und heute das erste mal nachts gut geschlafen und gut aufgewacht. Mit „gut“ meine ich: nicht getrieben um an ein Ziel zu kommen.

Ich habe mich heute morgen spontan entschieden hier einen Ruhetag einzulegen.

Glück hatte ich, das Blockhüttchen war noch frei. Und so konnte ich entspannt frühstücken, 2 Tee trinken (gibt einen Wasserkocher) und noch mit den anderen Radlern Austausch pflegen.

Manche reisen in die gleiche Richtung und man wird sich sicherlich in 1-2 Tagen wieder treffen.

Heute startete ich dann mal ohne Gepäck in Richtung Benediktinerabtei Schloss Corvey.

Wer es auch nicht kennt; es liegt nahe Höxter und bestand schon im 8. Jahrhundert.

Von Barock und Gotik – wirklich schön.

In Höxter selbst war Wochenmarkt und ich hab mal die gesunden Lebensmittel geholt – ich brauche ja wieder Energie. Aber merken sollte ich mir, nicht hungrig zu gehen ….. jetzt weiß ich gar nicht, wie ich das alles transportiert bekomme 😜.

Jetzt um 14 Uhr liege ich entspannt am Platz, lese , schlafe und mache mal einfach NICHTS. Und es macht meinem Kopf nichts aus …. ein Schritt weiter,

Bis morgen wieder Berichte von der Fahrt.

Etappe 9: Hann.Münden – Höxter 30.07.2019 / 77,3 km

Was für ein Start.

Zuerst i-Phone Ladekabel geschrottet. (Gestern schon glaub ich). Zum Glück ein zweites dabei.

Aber jetzt zu heute.

Nach einem guten Earl grey Tea und Müsli ging es gegen 8:45 Uhr nach dem Packen am Campingplatz Hann.Münden weiter zum Weserradweg. Und da passierte folgendes:

– Richtung zum Weserradweg 10 km gefahren und dann : ein Berg – ein für mich heute nicht zu überwindendes Monstrum.

In meiner mentalen Verfassung hat mich dieser Berg völlig aus der Fassung gebracht. Mir ging es gestern schon nicht gut und heute nach dieser schlechten , schlaflosen Nacht noch viel schlechter.

Ich hab zuerst geflucht, dann geheult und dann überlegt und dann nach Alternativen gesucht.

Zunächst kam der Gedanke um 10.31 Uhr mit dem Zug nach Göttingen und dann irgendwie Richtung München zu kommen. Aber das ging natürlich nicht. Die deutsche Bahn wartet ja nicht auf mich, damit ich in den ICE springe mit Rad und co.

Aber es gibt ja immer eine Alternative zum angegebenen Weg – so die Überlegung.

Auf meiner Karte war ein alternativer Weg eingetragen. Und den hab ich dann relativ genervt, verzweifelt und dann stoisch eingeschlagen. Und …..zur Überraschung …. ein relativ humaner Weg und zur nächsten Überraschung – die erste Verzweiflung wich.

Zunächst ging es von Hann.Münden links der Weser entlang der Hauptstraße. Nicht so schön, aber nicht so steil. Nach etwa 25 km legte ich eine Rast ein. Mein Groll saß immer noch mit auf dem Rücken in meinem Rucksack. Entweder hieß es diesen jetzt abzulegen oder zusammensacken. Ich hatte eh schon genug Gewicht mit dem Fahrrad und dem ganzen Gepäck, da müsste dieser Groll weg.

Zwei Telefonate später mit Eruierung verschiedener Optionen (Reise abrechen , Reise anpassen, früher HH, Pause einlegen…) und dem super Frühstück in Gottstreu fuhr ich schon wesentlich leichter durch die Landen.

Der Weg führte mich durch Hessen an kleine nette Orte, an Seilfähren, Wiesen, Wälder, über Bad Karlshafen, Beverungen, Wehrden (hier Nachmittagsstopp bei der Fährklause geführt durch Achim Clemens – Freund von Michael), nach Höxter.

Den Ort habe ich mir noch nicht angesehen.

Aber ich hab mich diesmal total auf die Ankunft am Campingplatz gefreut. Das erste mal auf der Reise .

Ich habe eine kleine Blockhütte gemietet. 26 Euro inkl. Warmwasser ( man muss meist Münzen kaufen für 0,50 Euro pro Dusche).

Ich denke mein inneres Monster (so nennt es Simone) lockt mich mit vielen Dingen (so zum Beispiel meine Kinder, die mir fehlen oder sonst was) …. und dieses gilt es zu überwinden bzw. ruhiger zu stellen. Hier geht es um den Weg zu mir und nicht um einen Weg irgendwohin….(es ist doch egal, wo ich örtlich ankomme – ob Hameln, Hamburg oder Nordstrand).

Ich wünsche mir genau das: anzukommen bei MIR selbst.

Vielleicht schaffe ich das.

Gute Nacht

Dany

Etappe 8: Kassel – Hann. Münden 29.07.2019 – 31 km

Meine heutige Etappe ging von Kassel los. Ich war froh relativ schnell aus dieser Stadt zu kommen. Unfassbar laut, hügelig und nicht so ganz meine Stadt. Im Nachhinein empfehle ich: darauf kann man verzichten.

Leider bin ich mit Kopfschmerzen und komischem Kopf aufgewacht und dann aber doch recht zügig losgefahren.

Das Asthma machte mir auch irgendwie zu schaffen.

Es ging entlang der Fulda Richtung Hann.Münden. Die Motivation und mentale Stärke war leider zu nur 10 % anwesend.

Mit vielen kurzen Stopps bin ich dann doch irgendwie die 31 (!!!) km gekommen .

Zuerst ging es zur Post (wieder mal Balast heim senden) und dann ins Café.

Um 11:30 dann check in am Camp. Dieser liegt auf einer Insel zwischen Fulda und Werra. Sehr schön. Einige Wohnmobile, Camper, Kanufahrer und paar Radfahrer.

Ich habe Peter hier getroffen und das hat mir sehr geholfen, er zeigte mir die Stadt und der Tag lief dann doch recht gut.

Die Weser hat übrigens keine Quelle – für all diejenigen , die das nicht wussten ….

Ich hoffe ihr könnt einige Eindrücke gewinnen:

und: ich bin mal auf nem Foto!!!!

Etappe 7: Rotenburg an der Fulda – Melsungen – Kassel 28.07.2019 / 73 km

Nach meinem Sensationsfrühstück (1 Semmel, 1 Tasse Kaffee, 1 x Butter und Marmelade für alles zusammen 1,00 Euro 👀) und dem Mini-Übernachtungspreis von 7,70 Euro, bin ich in Rotenburg a.d. Fulda gegen 9:00 Uhr gestartet.

Der Tag begann äußerst regnerisch. Um die Regenklamotte kam ich nicht drumrum.

Die Strecke führte heute an der wunderschönen Fulda entlang über Baumbach – Heinebach – Morschen – Malsfeld nach Melsungen.

Mein persönliches Highlight heute war die Fahrradseilbahn zwischen Neumorschen und Malsfeld. Der Fahrradweg endete so apprupt, dass ich zunächst ein wenig irritiert war.

Naja, wer lesen kann hat auch innerhalb kurzer Zeit die Bedienung des Vehikel verstanden.

Ein Vorteil: die Beine haben Pause – es zählt alleine der Bizeps 💪.

In Melsungen gab es um 11 Uhr schon das zweite Frühstück. Zwetschgendatschie (hier Pflaumenkuchen) mit schwarzem Tee.

Die Weiterfahrt an der Fulda war wenig spektakulär und schön flach. An jeder Ecke waren Kanus und Paddels unterwegs.

Der Fulda entlang fanden sich jede Menge Campingplätze für Kanuurlauber (oder für die von euch, die es gerne werden möchten).

Ich würde das übrigens auch mal gerne ausprobieren, hat jemand Lust ?

Weiter ging es über Körle – Büchenwerra – Guxhagen – Kahler Berg (hier gehts dann links zum Edersee über den Ederradweg / steht auf dem Programm mit Kids 2020).

Über diverse ander Orte kam ich bin n Kassel (unten an der Fulda) an und musste zur Jugendherberge – nur bergauf – als ich da ankam wäre ich am liebsten nach Hause gefahren. Erschöpft, einsam, hungrig – altes äußert kritische stimmungsbeeinflussende Faktoren.

Aber wie meist, es bedarf immer einer Eingewöhnungsphase an die neue Umgebung und man braucht gleich jemand, dem man sich mitteilen kann – dann läuft es.

Im heutigen Fall waren das Silvia und Markus. Und ein netter Radler aus HH, der zum Trainer Kongress in Kassel ist.

Morgen geht es dann nicht 73 km , so wie heute, sondern nur 37 km nach Hann.Münden.

Ach ja – hergefahren bin ich wegen der Wilhelmshöhe – sch….. drauf . Schau ich an, wenn ich in Rente bin.

Insgesamt mit heute: 383 km gefahren

Viele Grüße

Dany

Etappe 6: Schweinfurt – Fulda – Bad Hersfeld – Rotenburg

Heute ging es nach einem guten Frühstück bei Tanja und Michael weiter.

Die erste Etappe nach Fulda habe ich mit der Bahn zurückgelegt.

Danach ging es nach 2 S-Bahn Stationen weiter in Richtung Bad Hersfeld und Rotenburg.

An der Fulda ist es wirklich schön und flach zu fahren , besonders die km nach Rotenburg sind entspannend.

Ich traf sehr viel hilfsbereite Leute, wenn Man denn mal nach dem Weg suchte. Der R1 Radweg, welcher auf dem Deutschlandradweg Nummer 9 liegt, ist jedoch um ein vielfaches besser ausgeschrieben, als zuvor die romantische Straße.

Was sich immer noch komisch anfühlt, ist die Ankunft am Platz. Aber das legt sich nach den ersten Gesprächen.

Für mich habe ich festgestellt, dass halbe oder ganze Pausentage perfekt sind. Die zwei vollen Tage sind definitiv zu lang. Aber bei der Hitze wäre ohnehin nicht viel gegangen.

Da es morgen kühler wird, werde ich mal wieder ein wenig Strecke machen – sonst bin ich ja in einer Woche noch nicht in Bremen 😜.

Übrigens ein neues Zelt 🏕 hab ich ….

Grüße

Dany