München hat frei

11.04.2020 43 km von München nach München ….

Heute am Karsamstag habe ich einen Rad-Büro-Rad-Tag eingelegt. Dringende Notwendigkeit hat sich ergeben, da:

Seit 4 Wochen haben sie jetzt so frei. Ich nicht so wirklich. Kinder beschulen, Einkaufen, Essen kochen, pädagogisch sinnvoll den Tag gestalten (Wald atmen, basteln auf Designschulen Niveau , loben und motivieren), aufräumen (5 Personen gestalten keine Dauerordnung, der Weg des Geschirrs nimmt unerfindliche Wege nicht in die Spülmaschine, Wäsche ist irgendwie auf Irrwegen… kurz: die Gödeckes und die Kammern des Schreckens …..)

Daher war heute mal eine längere Auswärtszeit von Nöten. 2,5 Stunden Fahrzeit – 4,5 Stunden Arbeit – echt ok der Schnitt.

Ja – und wie das bei den Münchnern so ist – mein Weg zur Arbeit war irgendwie…..voll. Gut es ist Samstag und hier hat man ja keine AusgangsSPERRE. Aber die Leute sind schon unvernünftig. Ich hab mich gefragt, ob die ganzen Rentner in Schwabing womöglich nicht unter der Woche in den Schlangen an den Bäckerläden stehen – ah ne – da gibts Vormittag 9:45 Uhr kaum Schlangen. Es war wirklich mächtig viel Unvernunft unterwegs. Radelgrüppche, ü65-Treff beim Marktstandl für die Frühjahrsblumen und die 3 Äpfel. Naja – dies spiegelt nur meine Meinung. Vielleicht bin ich auch nur etwas gefrustet.

Ich war ja auch draußen – aber auf dem Weg zur und von der Arbeit.

Dabei habe ich aber heute auch Flecken von München entdeckt , an denen ich mich in den letzten 19 Jahren noch nie eingefunden hatte. Daglfing zum Beispiel . Galopprennbahn. Effnerplatz ohne Auto (da am bin ich sonst immer nur in Höchstgeschwindigkeit am mittleren Ring unterwegs). Schöne Aussichten gab es.

Mei: im Großen und Ganzen verhalten sich schon viele Leute richtig und wandeln mit uns unter der Sonne ….aber halt ein paar gibts halt leider immer.

In diesem Sinne: Bleibt gesund ! und frohe Ostern 🐣🐰🐇

Olympiapark
Isar – ach was 🙂
Ein Radler – hin und wieder zurück

Radeln am schönen Sonntag – Tag der Wahl

Heute am Wahltag hab ich dann doch Markus überredet seinen Briefwahlumschlag fertig zu machen . Und ich bin zum Wahlamt geradelt.

München – trotz Coronavirus scheint die Mehrheit der Bevölkerung entspannt und nicht in Selbstquarantäne.

Der Weg ging heute über Neuhausen , Westend (vorbei an der Unfallstelle vor 13 Jahren – da hat mich ein MINI damals quasi mitgerissen) , über die Theresienwiesezum Wahlamt. Der Briefkasten quillte schon über. Das Kuvert bin ich aber losgeworden. Also an uns liegt’s nicht, wenn die falschen gewinnen.

Auf dem Rückweg hab ich mich solidarisch mit meinem Lieblingsitaliener erklärt. Ein 10 minütiger Cappuccino – ohne jeglichen Kontakt zu den Artenossen . Die Tische waren schon 1,5 m auseinander gestellt und jeder drehte dem anderen seine sonnige Seite zu. Ich denke das war mein letzter Ausflug vor einem lockdown. Vorausgesetzt unsere Regierung hat den Mumm mal konsequent zu sein.

Ich wünsche euch einen gesunden Sonntag. Ihr habt die Wahl ! Passt auf euch und andere auf.

Was steht 2020 an?

Irgendwie dachte ich ursprünglich mal, dass ich da jetzt diese Tour machte und das ist es dann gewesen.

Nein – dem ist so nicht – ich frag mich schon seit ein paar Wochen wieder: wann mache ich die nächste Reise mit dem Rad ? Wohin geht sie, wer begleitet mich ? Bin ich gesellschaftsfähig beim radeln? Welche Kompromisse gehe ich ein? Familienurlaub oder doch wieder alleine durch die Landen?

Ideen hab ich gar viele . Wie ist es mit Rhein, Mosel oder Donau? Ederradweg – auch eine Option.

Rauskristallisierend ist wohl eine Familienetappe von Basel nach Karlsruhe. Aber zuvor muss ja noch bisschen trainiert werden.

Ich freu mich auf das Frühjahr und warme Temperaturen

Erste Route wird der Münchner Radlring etwa 150 km zusammen mit Tim und Mark (der ist seit gestern Besitzer einer Isomatte und Packtaschen fürs Radl – hat er sich selbst erspart). Ich freu mich schon.

Bis demnächst

Dany

Fazit

Kaum zu glauben – nach 22 Nächten, zig alkoholfreier Biere, diverser Nachspeisen, Nudel- und Fischspezialitäten, 12 Bananen, den ein oder anderen Kuchen, einer Maus im Gepäck, ungeschminkt, wahnsinnig tollen Menschen und vielen vielen Brücken ist sie rum – meine Reise zu mir selbst.

Was denke ich jetzt? Hab ich meine Ziele erreicht? Habe ich mein Budget gehalten? Wie geht es mir und was hat sich verändert?

Es ist keinesfalls ein „zum Glück ich hab’s geschafft“ – eher ein „ja, und jetzt?“ – rundum ein gutes Gefühl.

Die Bilanz aus den letzten Wochen ist folgende:

1. 22 Nächte: davon 11 x Camping, 5 x Hotel /Pension , 1x DJH, 5x Verwandte und Freunde / allesamt ok / Pausen auf einen Tag beschränken ist meine Erkenntnis – alles andere ist zu lange

2. Wetter: durchwegs meist sonnig, 3x Hitzewelle, 3x Windtage, 2x Regen, 1x Dauerregen – durchaus akzeptabel

3. Radwege: die Wahl war gut von Süd nach Nord gewählt – tendenziell geht es abwärts. Jedoch das Taubertal ohne E-bike sehr sehr grenzwertig für mich. Ein Tipp : für Anfänger hätte auch einer der drei Wege (romantische Straße, Fuldaradweg, Weserradweg und sogar ja noch Nordseeküstenradweg) gereicht

4. Fitness: jetzt bin ich fit

5. Equipment: ja wichtig ist ein gutes Zelt. Da bräuchte ich für zukünftige Abenteuer ein anderes. Gaskocher sollte vorher im Testlauf sein, Klamotten nur das nötigste (ich habe 2 Pakete heimgeschickt), Turnschuhe wären von Vorteil – ansonsten war es ziemlich gut vorbereitet bzw. habe ich hinzugekauft

6. Kostenpunkt Übernachtung: 547,15 EUR / im Durchschnitt etwa 25,00 EUR – finde ich persönlich super!

7. Kostenpunkt Eintritte/Zug/Mitbringsel/Anschaffungen/sonstiges: 419,90 EUR (Anschaffungen waren 150 EUR – hätt ich ohnehin gekauft)

8. Kostenpunkt Gaumenfreuden: 540,42 EUR

Das reine Reisebudget ist somit unterschritten

9. 10 vorgenommene Highlights: hat sich während der Reise verändert – neue Highlights wurden während der Reise erst überhaupt entdeckt – vorgenommenes über den Haufen geworfen und das war gut so

10. Alleine sein: ja das war der größte Knackpunkt. Aber ich bin froh die Erfahrung gemacht zu haben, wie es sich anfühlt und wie es sich positiv verändert hat

11. Veränderungen: anfangs war ich strickt nach einem Streckenprofil und -plan unterwegs. Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass grobe Informationen ausreichen und es besser war so hineinzuleben. Jede Veränderung auf der Reise (nicht die km schaffen, Hitze, Regen, Straßensperren, Fitness) hat mir geholfen weiterzukommen. Es war immer gut so wie es kam. Aber das musste ich auch lernen.

12. Emotionen: Wut, Tränen, Unzufriedenheit , Kummer gehören dazu. Am Ende überwiegt der Stolz, Glück, Zufriedenheit, Freude

13. aufgeben oder weitermachen: zum Glück weitergemacht 😜

14. Weg zu mir selbst: ja ich denke ich hab den Einstieg gefunden. Es ist interessant nur mit sich zu sein und sich zu entdecken. In der heutigen Zeit hat keiner mehr Zeit, nicht für andere und noch weniger für sich selbst. Kümmert euch um euch !

15. Big Five: ja das ist ein Punkt. Er ist sozusagen abgehackt. Und eins muss ich sagen, ich hatte es vorher nicht komplett definiert, was zu den big Five alles gehört. Aber ein Teil dieser 5 ist meine Familie. Ich habe sie zeitweise sehr vermisst und bin froh, dass sie alle 4 ein Bestandteil in meinem Leben sind.

Ich kann nur jedem dazu raten, der in der Krise steckt oder denkt dass eine Veränderung notwendig ist, man Träume hat und Wünsche, im falschen Job steckt oder sonst wie….. macht es einfach – denkt nicht so viel darüber nach was wie sein könnte – machen ist der Schlüssel.

Stell dir vor du wirst etwa 90 Jahre alt. Mal das mal auf nen Zettel in Kästchen hin. Und streiche mal ab, wieviel Jahre davon schon um sind: bei mir war es schon über Hälfte abgestrichen (den Tipp hab ich aus einem Buch). Somit ist doch klar, dass ich jetzt Dinge tue, die ich schon immer machen wollte. Nicht warten – tun.

Zeit zu handeln, Zeit zu verändern, Zeit für sich selbst.

Und jetzt nach 22 Tagen sag ich „Danke, dass ihr mich so unterstützt habt und gerne mitgelesen habt. Danke für die Zusprüche, dass ich nicht aufgebe. Danke für eure Zeit und Interesse an dem was mich bewegt.“

Sich zu öffnen und Schwächen zu zeigen, hat mich nur stärker werden lassen. Es ist großartig.

Ich möchte am liebsten weiterschreiben/ aber da muss wohl ein neuer Blog her.

Liebe Grüße und bis bald

Dany

Hier der letzte Sonnenuntergang meiner persönlichen Reise.

Ruhetag 09.08.2019

Ausschlafen – auf dem Zeltplatz hat dies normalerweise nix zu bedeuten. Das erste mal wach wurde ich um 7 Uhr, als jemand zusammenpackte. Ich bin gemütlich um 9 Uhr aufgestanden – fit und erholt, meine Isomatte ist super (Denise du kannst dich freuen).

Am Camp gibt es einen kleinen Bäckerladen. Perfekt für mich zum Frühstück.

Gegen 11 Uhr lag ich schon in meinem Strandkorb. Und was gemacht ? Geschlafen, gelesen, entspannt. Was für schöner Tag Die Möwen im Hintergrund und wenig Wind .

Hasen hoppeln hier durch das Dünengras – voll scheeeee.

Ich habe es tatsächlich geschafft bis 17 Uhr in diesen Korb zu sitzen. Eine Tageszeitung komplett gelesen (und kein alltägliches leichtes Käseblatt – nein nein , eine anspruchsvolle Tageszeitung aus dem süddeutschen Raum), mal angefangen die Kosten durchzurechnen (kann’s nicht lassen das Controllern) und gegessen.

Jetzt mache ich noch den Kassensturz fertig und warte bei Regen auf die Familie.

Das Fazit kommt noch ……

Und die letzten 80 km?

Die fahr ich schön mit dem T5.🤪

Etappe 16: Friedrichskoog – Büsum 08.08.2019 / 32,5 km – gesamt 917,5 km

Geschafft – das bin ich – oder es ist geschafft. Besser sage ich: Angekommen. Angekommen an der See und auch irgendwie bei mir selbst.

Der heutige Tag war geprägt von: Ich schlafe mal aus 💤, ich lass es mal langsam angehen (erst Sightseeing, dann der Sport), und auf Veränderungen reagieren (das kann ich jetzt sehr gut).

Um 10 Uhr bin ich in meiner Unterkunft im Friedrichskoog gestartet. Sehr spät für meine Verhältnisse, aber das rührt daher, dass gestern zum einen Sauna und zum anderen in diesem Appartement ein Fernseher mit natürlich allen für mich super wichtigen Informationen anwesend war. Nach dem Film mit Will Smith zappte ich unaufhaltsam durch die fantastische Programmauswahl, was dazu führte, dass es plötzlich 23:56 Uhr war. Äußert ungewöhnlich in den letzten 3 Wochen (hey – 3 Wochen).

Zuerst ging der Weg mal zur Apotheke – diverse Dinge nachkaufen. Dann ging es zur Sehhundstation.

Dort werden die sogenannten Heuler aufgenommen. Warum es überhaupt dazu kommt, dass die Seehunde alleine am Strand aufzufinden sind, hat unterschiedliche Ursachen . Zum einen kann dies sein, dass Schiffswege die Bahn von Mutter und Jungtier durchkreuzen – do Mutter zu schnell weg ist. Die Mutter Opfer eines Raubfisches wurde oder Erkrankungen aufgetreten sind.

Die Seehunde werden bei Sichtung durch einen Seehundjäger (so nennt man diesen Beruf – dieser ist zuständig zur Erhaltung der Spezies und zu deren Schutz – ist leicht verwirrend). Der Seehundjäger beobachtet zwei Tiden lang, ob die Mutter zurückkehren wird – ist dies nicht der Fall wird die Station tätig und kümmert sich darum. Die Seehunde werden nach einer Zeit in Quarantäne mit möglichst wenig Menschenkontakt in Becken gehalten und aufgepäppelt.

Erreichen die Seehunde ein Gewicht von 25 kg und sind gesund, werden sie im Nationalpark ausgewildert.

Einige Kegelrobben sind auch dort zu sehen – diese waren leider nicht mehr auszuwildern und wurden dort gesundgepflegt und dürfen quasi bleiben.

Es war wirklich sehr interessant über das Watt, die Robben, Wale, bewegte Inseln usw. zu erfahren. Ich kann das nur empfehlen.

Natürlich könnte ich nicht ohne Mitbringsel weg. Siehe dazu die Bilder .

Nach einem heftigen Gewitter am Mittag machte ich noch kurz Einkehr zum Fischessen. Lecker – Matjesheringe zum abwinken hier oben .

Die Tour startete somit erst gegen 13 Uhr. Ich ging ja davon aus, dass 25 km nix sind und ich eine leichte Tour erwartete. Aber was sag ich – der Wind ….8km hatte ich Rückenwind und konnte doch tatsächlich auch das erste mal bei dieser Tour feststellen, dass ich einen großen Gang habe….aber wie plötzlich dreht der Wind und kam volle Breitseite und dann von vorne (Wenn du aufhörst zu treten fällst du nicht um). Das war heute echt anstrengend.

Daher entschied ich entgegen heute früh ursprünglich angedachten 54 km doch für die kurze Variante bis Büsum.

Und als erstes gab es ein Belohnungseis und dann versuchte ich im Wind mein Zelt irgendwie zu verankern. Ich hoffe alles fest.

Büsum: kurzum ein toller Ort

Strand, Strandkörbe, Kites, Essen, Bier.

Und WIND.

Da brauche ich heute Nacht alle Ressourcen, die kleidungstechnisch am Start sind. Und beide Schlafsäcke womöglich.

Leider hatte Markus eine Panne, daher entscheide ich morgen, wie ich die Tour weiterfahre – oder ob ich hier einfach bis Samstag warte. Zufrieden bin ich und glücklich an der See zu sein.

Bis morgen

Dany

Etappe 15: Krautsand – Friedrichskoog 07.08.2019 / 71,6 km

Heute morgen um 6 Uhr war es total ruhig auf dem Campingplatz. Ich bin leise aufgestanden um die Nachbarn nicht zu wecken. Die Nacht blieb wirklich trocken. Das Zelt war nur aufgrund des gestrigen Regen nass und musste leider ungetrocknet eingepackt werden.

Frühstück gab es zusammen mit den Niederländern. Die hab ich jetzt auch schon mehrfach getroffen. Neu hinzu kam heute Peeta oder Peter…..

Gegen 8 Uhr bin ich langsam aufgebrochen und heute merkte ich gleich, dass mein Sitzfleisch heute irgendwie Einwände gegen eine Weiterfahrt hat. Demzufolge war meine Radtour heute nicht gerade das größte Sitzvergnügen. Irgendwann muss man das ja auch merken …. nach so vielen Tagen.

Zunächst hab ich mich erst mal wieder verfahren, da das Speerwerk Krautsand nur am Wochenende für Radfahrer geöffnet ist – Umweg von 8 km – hört sich nicht viel an – war aber in Anbetracht des Sitzkomfort heut ziemlich blöd.

Die Runde ging nach Wischhafen zur Elbfähre. Leider knapp verpasst, aber die fahren alle 30 Minuten, und warten sehe ich inzwischen eher als Entspannung an. Es ging dann in 10 Minuten über die Elbe.

Glückstadt habe ich dann auf der anderen Elbseite erst mal liegen lassen – ich hoffte auf ein Café irgendwo hinterm Deich…nach 25 km musst ich feststellen – kein Café am Deich. Nun denn. Nochmal Erdbeeren und Jogurt und weiter ging’s.

Das Wetter machte heute interessante Wendungen: Sonne, Wind, Wolke, Wolkenbruch, Donner, Wind, Sonne….. so 2 x das ganze dann durch.

Das hieß: Windjacke an, Windjacke aus, Windweste an, Regenjacke an, Regenhose an, Regenhose aus….usw. usw.

In Brunsbüttel auf der Fähre traf ich wieder auf Peeta (oder Peter). Kurzentschlossen ging’s gemeinsam zum Italiener. Peeta war aus Essen – Zugereister Niederländer – und ist Pfarrer. Wie gesagt, man trifft die unterschiedlichsten Menschen. Nach ner Riesenportion Tortellini musste ich müde weiter. Lust hatte ich irgendwie keine bei Regen und Donner. Aber irgendwie schafft man es dann doch sich zu motivieren. Meine Motivation heute: Sauna.

Durch diverse Örtchen und dann wieder am Deich (Süderdeich und Mitteldeich) war ich nach erheblichen Strapazen gegen den Wind, dann endlich in Friedrichskoog.

Das war meine letzte lange Tour. Morgen zieh ich zwei Radlhosen an 🤪😜😆. Vor drei Wochen hätt ich am Stück nicht mal 20 km geschafft – das ist echt total toll, wie man sich entwickelt. Ohne Sitzproblem gingen locker 90 km.

Jetzt mach ich noch ganz entspannt , Sauna , Essen und ins Bett .

Bis morgen

Dany

Etappe 14: Buchholz – Buxtehude – Himmelspforten -Krautsand 06.08.2019 / 58 km

Moin…..

Standardbegrüßung hier im Norden.

Heute habe ich nach märchenhaften Schlaf die Sachen gepackt und bin um 7:45 Uhr bereits bei Hennkes los.

Die erste Etappe ging von Buchholz über Appelbeck und diverse kleine Örtchen nach Buxtehude. Etwa 30 km ging die Fahrt durch wunderschöne Wälder. Ich hab mich ein wenig gefühlt wie in Kanada. Es roch herrlich nach frischem Holz. Da ging es richtig gut gelaunt voran.

In Buxtehude bin ich in Richtung Stade mit der Bahn aufgebrochen. Im Zug kam ich mit der Schaffnerin ins Gespräch, die mir von Himmelspforten erzählte. Da mein Zugticket bis dahin gültig war, bin ich erst dort ausgestiegen.

Himmelspforten ist das offizielle Postamt des Christkindes angesiedelt. Den Briefkasten des Weihnachtsmannes habe ich auch gesehen. Also, dann gibt es das Christkind womöglich doch? …..

Weiter ging meine Reise dann durch Moore, Felder, Äcker Richtung Drochtersen. Irgendwie hab ich mich verfahren und die Abzweigung verpasst (@Steffen: so bekomme ich die Kilometer schon zusammen …) – kam aber dann irgendwann beim Supermarkt an. Erst mal Lebensmittel nachkaufen, da ich heute ja wieder campe.

Dann ging es weiter Richtung Krautsand, mit Hilfe freundlicher Menschen „do lang komse ene Elwe“ – also da rechts runter ist die Elbe ….kam ich am Campingplatz an.

Zelt aufgebaut und ab zum Strand.

Zuerst hab ich ein Stündchen einfach nur so gedümpelt, geschlafen und mich entspannt. Zunehmend kommen aber die großen Containerschiffe . Teilweise entstehen hier richtige Sogwellen.

Echt toll hier. Ein wunderbarer Fleck in Deutschland. Da sollte man mal gewesen sein.

Ich bin sehr glücklich. Das fühlt sich total gut an den Sand unter den Füßen zu spüren . Die See (und so richtig ist es ja das noch nicht – fühlt sich aber so an) gibt mir sehr viel Freiheit….

Anbei noch die Tageseindrücke.